Natürlich mit Dampf

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Allgemeines zur Dampfreinigung

Warum reinigt Dampf überhaupt?

Durch herkömmliche Reinigungsverfahren wird der Schmutz oftmals nur oberflächlich entfernt. Auf 145°C erhitzt, dringt Wasserdampf in die feinen Spalten zwischen Schmutz und Oberfläche und löst so selbst hartnäckige Schmutzpartikel. Dadurch bleibt Ihnen und unserer Umwelt der Einsatz von teuren Reinigungsmitteln erspart. Durch die Entmineralisierung hinterlässt der Wasserdampf der Kärcher Dampfreiniger weder Kalkrückstände noch Putzstreifen.

Besonders Kleinkinder nehmen gern Gegenstände in den Mund. So gelangen potenziell allergieauslösende Reinigungsmittel-Rückstände in den Organismus des Kindes. Mit der Dampfreinigung schützen Sie sich und Ihre Familie, denn Dampfkondensat hinterlässt im Gegensatz zur Reinigungslösung keine Rückstände auf der Oberfläche.

So funktioniert ein Dampfreiniger

In einem geschlossenen Kessel wird Wasser zum Kochen und Verdampfen gebracht. Der unter Druck stehende heiße Dampf wird je nach Aufgabe über unterschiedliche Büsten und Düsen auf die zu reinigende Oberfläche geleitet, wo er selbst hartnäckige Schmutzpartikel löst. Auf aggressive chemische Reinigungsmittel kann weitgehend verzichtet werden. Auch der Wasserverbrauch ist geringer als beim Einsatz von Eimer und Scheuerlappen: Als reinigender Dampf wird Wasser sehr sparsam verwendet. Bereits aus einem Liter normalen Leitungswasser werden 1.300 Liter Dampf.

Was kann mit einem Dampfreiniger gereinigt werden?

Dampfreiniger sind überall einsetzbar: auf Hartflächen, in Bad und WC oder in der Küche, auf Glas, Spiegel oder glatten Möbelflächen, beim Bügeln oder der Textilpflege.

Das Ergebnis beim ersten Einsatz des Dampfreinigers ist eventuell nicht voll zufrieden stellend, weil sich noch Spuren oder Filme von alten Reinigungsmitteln auf der Oberfläche befinden. Dies kann zu Schlieren führen. Wir empfehlen Ihnen daher, zuerst eine so genannte Grundreinigung durchzuführen. Das heißt, am besten ein- bis zweimal vorher mit der Düse und einem Tuch über die Fläche wischen, damit die alte Reinigungsmittel-Schicht restlos abgelöst wird.

Anwendungstipps:


Fettablagerungen

Edelstahl ist im Trend – doch er sieht nur gut aus, wenn kein Fettfilm auf ihm liegt. Die glatten Flächen reinigen Sie mit der Handdüse und einem Frotteeüberzug. Wenn der Film schon älter ist, kommen Sie um stetiges Reiben und Andrücken nicht herum. Dabei immer Dampf zugeben. Nach und nach reichert sich das Fett im Tuch an. Deshalb sollten Sie das Tuch zwischendurch wechseln. Stück für Stück wird dann abwechselnd über die Fläche gearbeitet: in der einen Hand die Düse, in der anderen Hand das frische Tuch.


Reinigen von Kochfeld und Herd

Für viele Reinigungsmethoden ist das Glaskeramikfeld eine Problemzone – nicht für den Dampfreiniger.

Mit der Handdüse (auf dem Bild mit dem SC 1) lassen sich die meisten Verschmutzungen einfach und schnell entfernen. Dazu einfach gleichmäßig über das gesamte Kochfeld (Glaskeramik) reiben. Bei hartnäckigen Verschmutzungen kommt die Rundbürste zum Einsatz.

Und bei Härtefällen kann noch eine so genannte Edelstahlspirale aufgezogen werden. Diese können Sie in jeder Haushaltsabteilung im Supermarkt erhalten. Keine Angst, denn in Verbindung mit dem Dampf bleiben Kratzer auf dem Glas aus. Der Dampf bildet beim Reinigen eine Art Gleitschicht. Fugen und Ränder am Glasfeldrahmen können Sie ohne Überzug mit der Punktstrahlbürste reinigen.

Auch das Innere eines Backofens können Sie auf diese Weise säubern. Eventuell Aufsteckbürsten verwenden. Zur besseren Einsicht sollten Sie hier mit reduziertem Dampf arbeiten. Zum Schluss, wie auch beim Kochfeld, trockenreiben. Aus Sicherheitsgründen Herd vor der Reinigung vom Stromnetz trennen, gegebenenfalls Herdsicherung abschalten.


Punktstrahldüse mit Rundbürste zur Reinigung von FliesenfugenEinzelfugen säubern

Für eine gezielte Fugenreinigung eignet sich die Punktstrahldüse, auf die Sie zusätzlich eine Rundbürste aufstecken sollten. Mit direkter Bedampfung und rascher Scheuerbewegung lösen sich sogar hartnäckige Verkrustungen oder Verfettungen. Nach dem Dampfreinigen wird die Fläche mit einem Tuch trockengerieben. Achtung bei Silikonfugen: diese nur kurz abdampfen, damit das Material geschont wird.


Armaturen mit Powerdüse reinigenReinigen von Armaturen

Verwenden Sie, um Chrom- und Edelstahlarmaturen nicht zu verkratzen, die Punktstrahldüse mit Powerdüse (roter Düsenaufsatz). Diese ganz nah an das zu reinigende Objekt halten und warten, bis der Kalk sich gelöst hat.
Sitzt er noch hartnäckig fest oder ist an einer ungünstigen Stelle, dann wird die Düse mit einer Bürste aufgerüstet. Hierzu kann auch, bei unempfindlichen Oberflächen, die Messingbürste eingesetzt werden. Mit kräftigen Dampfstößen die zu reinigende Stelle abreiben. Dickere Kalkschichten sollten Sie zuvor mit Essig beträufeln und ungefähr 5 Minuten einwirken lassen. Regelmäßiges Abdampfen verhindert übrigens zukünftige Kalkablagerungen.


Bodendüse mit Lamellentechnologie und BodentuchReinigen von Fliesenböden

Die Bodendüsen mit Lamellentechnologie sorgen für eine gleichmäßige Verteilung des Dampfs und somit für eine optimale Reinigungsleistung. Der feine Dampf löst mit Druck den Schmutz aus den Poren der Fliese. Im gleichen Zug nimmt das Bodentuch Feuchtigkeit und Schmutz direkt auf. Die Bodentücher lassen sich im Handumdrehen optimal an der Bodendüse befestigen. Die breiten Bodentücher werden gefaltet und können daher auch mehrfach verwendet werden, bevor sie gewaschen werden.

Schieben Sie die Düse nach Dampffreigabe zügig hin und her, wobei Sie nicht permanent Dampf zugeben müssen. Um die Fuge sauber zu bekommen, sollten Sie die Düse nicht nur quer, sondern bewusst auch mal diagonal zu Fuge bewegen. Für die mittlerweile weit verbreitenden Feinsteinzeug-Fliesen empfiehlt es sich Kärcher Mikrofasertücher einzusetzen, da diese mit ihren feinen Fasern auch in die feinsten Poren den Schmutz entfernen.

  1. Tipp: Die bei der Dampfreinigung verwendeten Tücher können Sie einfach bei 60°C waschen. Beachten Sie jedoch: keinen Weichspüler verwenden, da sonst die Fähigkeit, Schmutz und Feuchtigkeit aufzunehmen, beeinträchtigt wird.
  2. Mehr Komfort
    Die neuen Bodendüsen verfügen über ein flexibles Gelenk, für ergonomisches Arbeiten. Für ältere Kärcher Dampfreiniger können Sie die Bodendüse nachrüsten.

Laminatböden reinigen

Auch Laminat oder Parkett (nicht geölt oder gewachst!) sind kein Problem mit dem Dampfreiniger: nur mit zwei schmalen Frottee-Tüchern (= 4 Lagen) reinigen, damit möglichst wenig Dampf direkt auf die Fläche kommt. Dampfmenge auf ein Minimum reduzieren (wenn Dampfmengenregulierer vorhanden). Dampfreiniger mit VapoHydro-Stufe (z. Bsp. SC 1702, SC 5.800 oder SC 5) nur im Dampfmodus einsetzen. Beim Abwischen des Bodens zügig arbeiten. Nicht mit der dampfenden Düse länger auf einer Stelle stehen bleiben und darauf achten, dass keine Pfützen entstehen. Die Restfeuchte trocknet dann schnell und streifenfrei ab.

Tipp: Vor der Dampfreinigung empfehlen wir, die Fußböden abzusaugen. Bearbeiten Sie nur Laminatböden, bei denen Sie auch sicher sind, dass Sie fachgerecht verlegt und verklebt wurden.


Reinigen von Fenstern

Variante 1: Mit Fensterdüse
natuerlich mit dampf - fensterreinigen handdueseBeim ersten Einsatz eines Dampfreinigers erfolgt zunächst die Grundreinigung. Dabei werden neben Schmutz auch Rückstände vom eventuell zuvor eingesetzten Glasreiniger o. ä. entfernt. Dazu den Überzug um die Handdüse spannen. Während des Abreibens der Scheibe vollständig ab. Mit einem trockenen Tuch nachreiben.
Anschließend mit der Fensterdüse die Glasfläche abdampfen und mit der Gummilippe der Fensterdüse von oben nach unten abziehen. Tipp: Bei sehr kalten Scheiben im Winter diese aus etwa 5 cm Abstand vorwärmen.

Sollen die Scheiben von außen gereinigt werden, muss folgender Sicherheitshinweis beachtet werden: Da Dampfreiniger Produkte für den Innenbereich sind, dürfen sie aus sicherheitstechnischen Gründen nicht ins Freie gebracht werden. Wir haben das Problem durch Öffnen des Fensters und Herauslegen des Dampfschlauchs nach Außen gelöst.

natuerlich mit dampf - fensterreinigen fensterdueseDie nächste Fensterreinigung geht nach dieser Anfangsreinigung in Zukunft einfacher: Die ganze Scheibe wird innen und außen bahnenweise mit der Fensterdüse von oben nach unten eingedampft. Der Abstand beträgt ca. 10 cm. Anschließend ziehen Sie das Fenster mit der Gummilippe ebenfalls bahnenweise von oben nach unten ab – unten abschließend einmal quer. Um Streifenbildung zu verhindern, wird nach jeder Bahn die Gummilippe mit einem Tuch trockengewischt. Wenn beim Abziehen mit der Gummilippe noch der eine oder andere Restwassertropfen auf der Oberfläche bleibt – kein Problem. Diese können Sie mit dem Tuch ganz einfach und ohne Schlieren abwischen.

Variante 2: Mit Punktstrahldüse und Abzieher
Genau wie beim Reinigen mit der Fensterdüse: erst die Grundreinigung durchführen. Anschließend mit der Punktstrahldüse die Glasfläche von oben nach unten eindampfen. Danach mit dem Abzieher in mehreren Bahnen das „Dampfwasser“ nach unten abziehen. Zum Schluss einfach die Feuchtigkeit mit einem Tuch aufnehmen. Fertig!


Dampfdruckbügeleisen I 6006 von KärcherBügeln

Stellen Sie beim Dampfdruckbügeln Ihr Bügeleisen auf die maximale Temperatur, der kontinuierliche Dampfaustritt verhindert dabei eine Überhitzung Ihrer Wäsche – egal, ob Baumwolle, Seide oder Leinen. Sonderzubehör Antihaft-Bügelsohle: Damit bekommen empfindliche und dunkle Stoffe keine Glanzstellen (z.B. Leinen). T-Shirts mit Aufdruck müssen Sie damit nicht mehr links bügeln. Der Dampfdruck ist so groß, dass Sie auch dicke Jeans nur von einer Seite zu bügeln brauchen. Drücken Sie das Bügeleisen nicht zu fest, und fahren Sie langsam über das Wäschestück – der Dampfdruck arbeitet für Sie.

Das Dampfdruckbügeleisen ist bei Modellen mit Iron Kit bereits serienmäßig im Lieferumfang enthalten. Für ältere Modelle kann das Bügeleisen (ggf. mit anderem Anschluss-Stecker) nachgerüstet werden.

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